Hans-Werner Hafen Gedächtnisturnier am 29.05.2005 in Renquishausen

 

 

Bereits kurz nach 10 Uhr trudelten bei strahlendem Frühsommerwetter die ersten kampflustigen Mannschaften auf dem Waldspielplatz in Renquishausen ein. Es galt den Wettkampf für den Hans-Werner Hafen Gedächtnis Pokal anzutreten. Für die letztjährigen Sieger, die Haiberger Bättlblätz, galt es den Pokal zu verteidigen.

 

Angesichts der zum Teil größeren Entfernung zogen es die meisten vor, mit dem Auto anzureisen. Nur ein paar ganz Ehrgeizige versprachen sich mit einem strammen Fußmarsch eine gewisse Aufwärmphase vor dem Wettkampf. Hierbei unterschätzten die Wettkämpfer von Bubsheim und Reichenbach wohl die gnadenlose Kraft der Sonne, an einem Frühsommertag auf dem Heuberg. Mit hoch roten Köpfen musste zuerst der heftige Durst gelöscht werden, bevor die Wettkämpfe angetreten wurden.

 

Die Teilnehmer von Bärenthal, Hausen i.T., Schwenningen und Hartheim traten angesichts mangelnder Chancen den Wettkampf erst gar nicht an. Die etwas geschwächte Mannschaft aus Egesheim versprach sich mit dem Zusammentun
mit den Bielbockern aus Irndorf eine größere Chance, was sich aber letztendlich nicht bestätigte.

 

Wirkte sich beim Maßkrugstemmen die Aufwärmphase von Bubsheim und Reichenbach vielleicht noch positiv aus, so war spätestens beim Pylonen-Zielschießen die Technik gefragt. Beim Gummistiefel-Ziel-Weitwurf war gar
eine gute Technik sowie eine gute körperliche Konstitution gefordert. Die Abkühlphase mit ausreichend Bier kam dann wohl dem Gedicht-Schreiben entgegen, wobei hier weder die Bubsheimer noch die Reichenbacher vorne lagen.

 

Das beste Gedicht, zumindest nach dem Empfinden der Jury, zauberten die Königsheimer Holzäpfel aufs Papier. Die geforderten Begriffe rund um die
Fasnet waren passenden in Sätze eingebaut. Hier kurz das Gewinner Gedicht:

 

 Auf, auf ihr Leute jung und alt!

 

 Strömt herbei die Fasnet ischt bald!

 

 Die Narrenfreunde machen sich bereit, s’Brauchtumsfescht ischt nicht mehr weit!

 

 Dr Narrenbaum ischt schon geschmückt, der Gipser richt’ sich schon für die Bütt.

 

 Pünktlich um 6 am Schmotzigen zieht er los, mit em Narrensamen zieht er durch

 

Stroß.

 

 Mir hättet jetzt gern no weiter dichtet heit, doch mit Wörter wared ihr sparsam ihr Leit.

 

Der Wortzahl war leider zu klein, doch das Gedicht war hoffentlich auch so ganz fein.

 

Mir danket für den schönen Tag und hoffen das wir Holzepfel für euch waren

 

kein

 

Plag.

 

 

 

Erstaunlicherweise haben beim Wettsaufen alle Mannschaften hervorragende Zeiten erzielt.

 

Letztendlich brachte alle Taktik und Aufwärmphase den Teilnehmern nichts, die wochenlange, harte Vorbereitungsphase der Renquishausemer und nichts zuletzt der Heimvorteil bescherten der Gullenzunft den knappen aber verdienten Sieg. Gefolgt wurden sie von den Glasbläsern und dritter wurden die Muckaspritzer aus Mahlstetten.

 

Beim anschließenden gemütlichen Teil war die Sieges-Reihenfolge völlig egal und die Ehrgeizigen Wanderer vom Morgen zogen für die Heimkehr auch den bequemen Sitz im Auto vor.